



Biografie Februar 2008

Seit 2003 Freiberuflerin:
Videoproduktion (Image- und Produktfilme)
Medienpädagogin (Stadtjugendring Ulm, ZAWiW, Schülerakademie Ulm,
Talenta Illertissen, etc.)
Nach dem Abi wusste ich zwar nicht genau, was ich wollte,
aber ganz genau, was ich nicht wollte: einen geregelten, immer gleichen
Job für den Rest meines Arbeitslebens. Entsprechend liest sich meine Vita:
Germanistikstudium ( plus Publizistik- und Theaterwissenschaft)
– kurz vor dem Magisterabschluss zugunsten meines Traumes, Schauspielerin
zu werden, aufgegeben.
Schauspiel- und Sprecherausbildung hier in Ulm.
Engagements am (alten) Theater Neu-Ulm, künstlerische Arbeit auf und hinter
der Bühne. Schon während der Schauspielausbildung führte mich aber meine Stimme
zum Radio, ich wurde Moderatorin – für die nächsten
15 Jahre.
Ein idealer Job für Freiheitsliebende, abwechslungsreich, interessant, voller
Begegnungen mit Menschen. Für Frauen, die Familie und Beruf unter einen Hut
bringen müssen, einfach genial. Nach 15 Jahren (eher schon früher): Stagnation,
das Gefühl, sich nicht weiter zu entwickeln, unter meinen Möglichkeiten zu
bleiben.
Der Sprung in die Selbständigkeit, als Freiberuflerin: Nicht ganz freiwillig – auch ich landete auf dem freien Arbeitsmarkt, die Chancen über 40 nahe Null.
Kein schönes Gefühl, als zu alt, zu teuer, nicht mehr gebraucht,
betrachtet zu werden. Aber hier bot sich auch die Chance, einen neuen Weg
einzuschlagen. Ein Kunde, für den ich Filmtexte sprach, öffnete mir
eine neue Tür: in die Videopostproduktion.
Ich lernte Filme schneiden. Und ich stellte fest: hier konnte ich vieles einbringen,
was ich im Laufe meines Weges (der selten gerade verlaufen war; voller Abzweigungen
und vermeintlicher Sackgassen), gelernt hatte:
– das Schreiben für`s Sprechen (Moderation)
– das Gefühl für Dramaturgie und Bilder (Regie)
– die Lust am Spielen und Entwickeln (Schauspiel),
– den selbstverständlichen Umgang mit Technik (Radio)
– das Interesse an Menschen (der aufgeschlossene, offene Umgang mit
ihnen, meine Fähigkeit zum „teamworken“)
– die Lust, kreativ zu arbeiten und dazu zu lernen.
Keine Perfektionistin, aber anspruchsvoll, eroberte ich mir auch den Bereich „Kamera“ und lernte filmen. Nur so komme ich zu den Bildern, die ich haben will, die während der Konzeption in meinem Kopf entstehen.
Meine Erfahrungen mit den Medien Rundfunk und Film, mein Engagement in der Schule (Elternbeiratsvorsitzende) und nicht zuletzt mein Sohn, verhalfen mir zu meinem zweiten Standbein, der Medienpädagogik.
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: spannend.
Wer sich darauf einlässt, nichts „drauf zu pfropfen”, sondern
mit dem zu arbeiten, was die Kinder anbieten, sie anzuleiten, statt zu gängeln,
der erlebt ungebündelte Kreativität und viele Überraschungen, neue Sichtweisen,
Lust am Entdecken, Spaß und Neugier. Es hilft jung zu bleiben, auch im Kopf.
Darauf bin ich sehr gespannt!
Nicht aufgeben,
bereit und offen sein für Neues,
den Mut haben, neue Wege zu gehen,
sich selber ausprobieren,
selbstkritisch, aber selbstbewusst.
Ich wünsche euch allen,
viel Mut und natürlich
viel Erfolg auf eurem Weg.
Andrea Brendel
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Andrea Brendel
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