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Biografie Januar 2007

Karin Eck

„Mit Leidenschaft, Liebe und Engagement achte ich auf Qualität und meine Kunden“

Portrait Karin Eck

Karin Eck
Konditormeisterin und Betriebswirtin des Handwerks, Inhaberin/ Geschäftsleitung des "Konzertsaal" (Café, Bar Restaurant) in Neu-Ulm und von „zart & bitter”, Schokolaterie in Ulm.

Warum ich mich selbständig gemacht habe

Der wichtigste Grund waren die Arbeitszeiten und die finanziellen Aussichten. Durch die Selbständigkeit sehe ich für mich die Möglichkeit, meine Fähigkeiten und mein Know-how zu leben und eigene Ideen zu entwickeln. Ausserdem sehe ich finanziell gute Zukunftsaussichten.

Mein Weg zur Selbständigkeit

Von 1980 bis 1983 habe ich in Vöhringen meine Bäckerlehre gemacht und erfolgreich abgeschlossen. Daran anschliessend (von 1984 bis 1986) vervollständigte ich, weil es der kreativere Beruf ist, meine Ausbildung durch eine Konditorlehre. Die Bezahlung war nicht gut, weswegen ich als Gesellin Nachtarbeit in der Bäckerei annahm.

Weil ich in meinem Beruf gut und finanziell unabhängig sein wollte, habe ich mich dann auch noch bei der Meisterschule angemeldet.

Meine Vorbilder

Meine Mutter ist mein größtes Vorbild. Sie war immer selbständig und emanzipiert und hat mir vieles vorgelebt, von dem ich heute profitiere. Ihr Vorbild war mir auch ein Ansporn und so absolvierte ich mit 25 Jahren die Meisterprüfung. Parallel dazu arbeitete ich unter der Woche beim Café Häberle. Als ich 27 Jahre alt war, wurde mir die Nachfolge für das Café angeboten. Ich nahm das Angebot an und Frau Häberle senior hat mich in den ersten Jahren sehr unterstützt und auch bei Kunden interveniert, die dieser Nachfolge mit Argwohn begegneten.

Chancen, die sich mir boten

Obwohl ich gerade erst mit der Meisterprüfung fertig war, bot mir die Übernahme des Cafés viele Möglichkeiten an (siehe oben).

Risiken, die ich einging

Die Finanzierung meines Vorhabens.
Ausserdem hatte ich kaum Selbstvertrauen im Umgang mit Kunden und keinerlei Erfahrung in der Unternehmensführung. Das betraf Bereiche wie das Management, den Umgang mit den Banken, mit der Buchführung und vieles mehr.

Hilfe, die ich bekam

Wie gesagt, Frau Häberle senior und meine Familie waren mir zu dieser Zeit die größte Hilfe. Sie boten mir den notwendigen Rückhalt und die Sicherheiten für die Banken. Meine Schwester kam als kaufm. Angestellte ins Unternehmen; mein Vater stand anfangs sowohl vor als auch hinter der Theke um mir zu helfen; meine Mutter hat im Schokohaus ausgeholfen etc. etc.. Alle haben angepackt, wo es was zu tun gab.

Größtes Tief

Die ersten drei Jahre im Café Häberle waren hart.
Nach dem ersten Jahr eröffnete mir mein Steuerberater, dass ich das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 45.000,00 DM abgeschlossen hatte – und das bei durchschnittlich 14 Stunden Arbeit am Tag.
Ein Jahr später betrug der Schuldenberg nur noch die Hälfte. Danach wieder nur noch die Hälfte. Erst im vierten Jahr meiner Selbstständigkeit schrieb ich schwarze Zahlen.

Entwicklung

Das Café Häberle am Petrusplatz war ein sehr altes Café mit wenig Zukunftsperspektive. Der Abbruch des Hauses stand bald bevor und im November 2003 bekam ich dann auch die Kündigung.

Eine lange Suche nach einer Alternative begann. Schlussendlich fand ich den "Konzertsaal" in der Silcherstraße.
Die Örtlichkeit zeigte sich in so einem schlechten Zustand, dass große Umbaumaßnahmen vonnöten waren, damit wir mit einem attraktiven Lokal eröffnen konnten. Auch das Personal musste aufgestockt werden.

Wieder ging es um das Thema Geld und Sicherheiten und wieder trat meine Familien für mich ein. Denn hier war die Chance gegeben, das bisherige Angebot zu erweitern und sich mit einem neuen Konzept zu vergrößern. Auch war die Chance gegeben, das Publikum zu verjüngen.
Der Konzertsaal ist ein Lokal geworden, das generationsübergreifendes Publikum hat und einen sehr guten Ruf genießt.

Das Café von innen

Angebotserweiterung zur Unternehmenssicherung

Im November 2006 las ich in der Zeitung, dass die Firma Salzmann eines der neuen Häuser am Münsterplatz mietet, um daraus das „Haus der Sinne” zu machen. Herr Salzmann wollte neben Brillen auch Konfiserie und Tee anbieten. Das ist schon immer ein Traum von mir gewesen. Als Herr Salzmann und ich uns zufällig trafen, sprach ich ihn darauf an und wir wurden uns schnell einig.

Ich bin kein Mensch, der stehen bleiben kann, sondern ständig an Weiterentwicklung denkt. Jetzt biete ich einem anspruchsvollen Publikum, in einer anspruchsvollen Umgebung mit „zart & bitter” Schokolade und Schokoladenprodukte vom Feinsten an.

Vorher war ich natürlich wieder mit meiner Bank im Gespräch um den Aufbau meiner neuen Gründung abzusichern.
Meine Unternehmens-Präsentation bei der Bank ist, wie mein Angebot, vom Feinsten. Die Präsentationsmappe habe ich Tage vor meinem Termin hingesandt. Alles war bestens vorbereitet.

Gegenüber Banken trete ich selbsicher und professionell auf weil ich inzwischen genügend Erfahrung diesbezüglich gesammelt habe und weiss, was ich vorbereiten muss.
Es gibt trotzdem keine Garantien, dass alles gut verläuft. Darum ist es auch immer gut, mit mehreren Banken zu sprechen.

Ausblick

Mit zart & bitter biete ich Waren in einem Luxussegment an, in bester zentraler Lage; so etwas gibt es in Ulm kein zweites mal. Ich habe anspruchsvolle, gute Kunden. Ich fühle mich sicher mit dieser Gründung auch weil ich weiß, dass meine Kunden, neben meinem Angebot, die Art und Weise sehr schätzen, in denen meine Mitarbeiter und ich mit ihnen umgehen und sie schätzen natürlich die Qualität meines Angebotes.

Karin Eck

Biografien 2009

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Kontakt

Konzertsaal Neu-Ulm
Karin Eck
Silcherstraße 2
D-89231 Neu-Ulm
Telefon: 0731– 7 76 00
Telefax: 0731– 7 61 25
E-Mail: info@konzertsaal-neu-ulm.de
www.konzertsaal-neu-ulm.de

Foto von sich anstossenden Sektgläser als Symbol für den Erfolg

Den Schlüssel zu meinem Erfolg sehe ich

  • in meinem Qualitätsbewusstsein,
  • darin, dass ich mich laufend darum kümmere mitzubekommen, was am Markt passiert,
  • in meiner Einstellung zu meinen Gästen,
  • in meinem leidenschaftlichen Engagement,
  • in meiner Liebe für meinen Beruf und meine Kunden,
  • darin, dass ich authentisch bin.

Mein Fazit:

  • Es geht darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige zu tun und
  • darum, aus Fehlschlägen zu lernen

Der Rückhalt in der Familie ist wichtig

Gruener Hintergrundstreifen