Von Frauen lernen

 

Auf dieser Seite stellen sich kompetente Frauen aus der Region vor, die als Unternehmerinnen eine langjährige und fundierte Praxis aufweisen können. Es stellen sich hier auch „gestandene Frauen” aus Industrie und Wirtschaft vor, die durch ihre Praxiserfahrung Wesentliches vermitteln können. Alle Frauen geben hier gute praktische Tipps aus ihrem erprobten Alltag weiter.

 

Marianne Wolff , Referentin für Kulturmarketing Stadt Ulm

Was hat Sie an Ihrer jetzigen Aufgabe besonders gereizt?

Die Stelle verbindet für mich perfekt meine Leidenschaft für Marketing- und Kulturthemen.

Was sind die Vorteile für Sie, als Angestellte und nicht als Selbstständige zu arbeiten?

Das Übliche - Arbeitszeit, Urlaub, regelmäßiges Einkommen, ...

Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen Unternehmerinnen und Anstellten?

Aus meiner Sicht ist die Tätigkeit einer Unternehmerin mehr selbstbestimmt. Sie ist ihr eigener Boss, wohingegen man als Angestellte ein/e Vorgesetze/n hat.

Welchen Stellenwert nimmt das Netzwerken für Sie ein?

Netzwerken bzw. der Austausch mit anderen nimmt einen hohen Stellenwert für mich ein, da das zentrale Kulturmarketing als Schnittstelle fungiert.

Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Zunächst einmal die Fortführung des zentralen Kulturmarketings ab 2018 und dann die Weiterentwicklung der bereits initiierten Projekte, wie Mitgehbörse Ulm und kulturpunkt ulm.

Wie schalten Sie am besten ab?

mit Lesen, beim Sport, bei gemeinsamen Aktivitäten mit Freunden und Familie, ...

Welchen Tipp möchten Sie uns Unternehmerinnen und Gründerinnen geben?

Ich finde es bewundernswert mit welchem Mut, welcher Begeisterung und Motivation Sie Ihrer Tätigkeit nachgehen und Ihre Ideen verfolgen. Behalten Sie das bei!

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Tätigkeit und die Abteilung, in der Sie arbeiten.

Die Kulturabteilung versteht sich als Bindeglied zwischen den freien und städtischen Kulturträgern sowie der Politik und der Bürgerschaft. Das übergreifende Kulturmarketing hat zum Ziel, die kulturelle Teilhabe sowie die Kommunikation der Kulturangebote nach außen zu stärken, die Orientierung für potentielle Besucherinnen und Besucher zu erleichten sowie neue Besuchergruppen zu erschließen.

 

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Annette Schmidt, Redaktionsleitung trimedial SWR Studio Ulm

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Was hat Sie an Ihrer jetzigen Aufgabe besonders gereizt?

Die journalistischen Gestaltungsmöglichkeiten. Themen setzen zu können, die Bedeutung unseres Studios in der Region zu festigen und auszubauen.

Was sind die Vorteile für Sie, als Angestellte und nicht als Selbstständige zu arbeiten?

In einem großen Medienunternehmen im großen ARD-Verbund zu sein: es wird an Personal und Technik alles vorgehalten, was man braucht, um gute journalistische Arbeit zu machen. Im öffentlich-rechtlichen System natürlich auch die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen Unternehmerinnen und Angestellten?

Die einen sind Chefinnen, die anderen haben meist einen Vorgesetzte(n). Aber: Für beide Positionen braucht man Sozialkompetenz. Und Risiko tragen beide: Die eine für ihr Geschäft, die andere aber auch – denn läuft das Geschäft nicht, verliert auch die Angestellte ihren Arbeitsplatz. Soft Skills, die die eine hat, sind auch vorteilhaft für die andere. Ob eine Frau Unternehmerin wird oder in einem Unternehmen arbeitet hängt oft auch von Zufällen ab (Firmennachfolge, Lebensweg, wirtschaftliche Lage).

Welchen Stellenwert nimmt das Netzwerken für Sie ein?

Einen hohen. Ich pflege meine Netzwerke.

Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Regional mitzuwirken am Umbau des SWR zu einem multimedialen Unternehmen.

Wenn Sie für eine Zeit lang mit einer Unternehmerin tauschen könnten: Wen würden Sie sich aussuchen?

Ich bin am liebsten Journalistin. Tausche also ungern. Aber wenn – dann hätte es konsequenterweise mit Kommunikation zu tun. Schön wäre eine PR-Firma, die Kunden aus dem gesellschaftspolitischen oder dem Sportbereich hat.

Wie schalten Sie am besten ab?

Powernaps.

Welchen Tipp möchten Sie uns Unternehmerinnen und Gründerinnen geben?

Die meisten selbstständigen Frauen, die ich kenne, sind gut strukturiert und begeistert bei der Sache. Die wissen auch, wie wichtig Netzwerken ist. Also: Gute professionelle Freundinnen haben, die Rat, Hilfe und Halt geben.

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Tätigkeit und das Unternehmen, in dem Sie arbeiten.

Ich arbeite als Redaktionsleiterin im Studio Ulm des öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens Südwestrundfunk. Wir produzieren täglich für verschiedene Hörfunkwellen des SWR, für Fernsehsendungen im Landesprogramm, sowie für  regionale SWR-Internetseiten. Zudem liefern wir zum ARD-Programm zu.

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Sigrid Losert, Geschäftsführerin der iTCM-Klinik Illertal in Illertissen

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Was war ausschlaggebend für Sie, sich selbstständig zu machen, und nicht als Angestellte zu arbeiten?

Ich habe 12 Jahre als Kurdirektorin in Bad Grönenbach agiert. Der damalige Bürgermeister hat den Ort als „Unternehmen“ geführt und dies hat mich inspiriert.

Wie haben Sie angefangen?

Als Seiteneinsteigerin.

Was ist für Sie der größte Pluspunkt, Unternehmerin zu sein?

- Innovativ sein zu dürfen
- Projekte auf kurzem Weg gemeinsam mit dem Team umsetzen zu können.

Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen Unternehmerinnen und Anstellten?

Angestellte verantworten abgegrenzte Aufgabenbereiche; die Unternehmerin trägt die Gesamtverantwortung.

Beobachten Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

Ob Mann oder Frau, jede Person hat ihren individuellen Führungsstil.

Welchen Stellenwert nimmt das Netzwerken für Sie ein?

Ohne Netzwerk ist ein Unternehmen meiner Ansicht nach nicht lebens- und überlebensfähig.

Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Das ganzheitliche Konzept der iTCM-Klinik Illertal in dem „erkrankten Gesundheitssystem“ innovativ weiter zu entwickeln.

Was macht Ihren Erfolg aus?

Das iTCM-Team, das seit vielen Jahren Schulter an Schulter vertrauensvoll und mit hohem Einsatz agiert.

Wenn Sie für eine Zeit lang mit einer Unternehmerin tauschen könnten: Wen würden Sie sich aussuchen?

Ich bin so verwurzelt in meinem Tun, dass mir ein Tausch schwer fallen würde.

Welche Tipps würden Sie uns als Unternehmerinnen und Gründerinnen geben?

„Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen“ - Marco Tullius Cicero

Wie schalten Sie am besten ab?

Beim Bergwandern und Tanzen.

Beschreiben Sie bitte kurz Ihr Unternehmen.

Die „Klinik für integrative Traditionelle Chinesische Medizin Illertal“ ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO deutschlandweit einzigartig. Denn dort kümmern sich erfahrene deutsche Fachärzte und chinesische Ärzte für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gemeinsam um das Wohl der Patienten. Für etwa ein bis zwei Jahre wechseln die chinesischen TCM-Ärzte ihren Arbeitsplatz am Hochschulkrankenhaus in der Millionenmetropole Nanjing mit dem beschaulichen Illertissen, um die Patienten nach den Methoden der jahrhundertealten Heiltradition interdisziplinär zu behandeln. Je nach Beschwerden der Pateinten wird die ganzheitliche schulmedizinische Versorgung ambulant und stationär ergänzt um Akupunktur, Kräutertherapie, Qigong, Tuina-Massage und Ernährungslehre. Dies belegt den praktizierten Anspruch einer ganzheitlichen Medizin mit den Elementen naturwissenschaftliche Medizin, Psychiatrie/Psychotherapie und Traditionelle Chinesische Medizin.

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Karin Krings, Inhaberin Hotel Goldenes Rad Ulm

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Was war ausschlaggebend für Sie, sich selbstständig zu machen, und nicht als Angestellte zu arbeiten?

Ich bin in einem selbstständigen Betrieb gross geworden und habe von früh an kennengelernt was es heisst, selbständig zu sein. Nach einer anfänglichen angestellten Phase bot sich die Gelegenheit, zusammen mit meinem Ehemann zu arbeiten.

 

Wie haben Sie angefangen?

Ich habe mich mit meinem Mann selbständig gemacht.

 

Was ist für Sie der größte Pluspunkt, Unternehmerin zu sein?

Frei gestalten zu können, neue manchmal unorthodoxe Dinge auszuprobieren.

 

Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen Unternehmerinnen und Anstellten?

Unternehmerinnen tragen das eigene Risiko für Ihr Handeln, sind sich dessen bewusst und oft risikofreudiger.

 

Beobachten Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

Typische Unterschiede zwischen Mann und Frau sind auch hier sichtbar.

 

Welchen Stellenwert nimmt das Netzwerken für Sie ein?

Wichtiges Instrument um Neues kennenzulernen, sich selbst bekannt zu machen und letztendlich dazu zu lernen.

 

Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Unseren um- und neugebauten Betrieb weiterzu entwickeln und gleichzeitig etwas mehr Raum für eigene Dinge zu bekommen.

 

Was macht Ihren Erfolg aus?

Hoher persönlicher Einsatz, gerne Gastgeber zu sein.

 

Wenn Sie für eine Zeit lang mit einer Unternehmerin tauschen könnten: Wen würden Sie sich aussuchen?

Nicola Leibinger – Firma Trumpf

 

Welche Tipps würden Sie uns als Unternehmerinnen und Gründerinnen geben?

Nie festhalten an Strukturen, immer neugierig sein, geht nicht – gibt’s nicht, sich nicht zufrieden geben.

 

Wie schalten Sie am besten ab?

In der Natur mit Hund und Pferd, gemeinsame Reisen mit dem Eheman.

 

Beschreiben Sie bitte kurz Ihr Unternehmen.

Drei Sterne Superior Hotel in der Ulmer Innenstadt.

 

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Angela Weißhardt, Verwaltungsdirektorin Theater Ulm

Angela Weißhart, Verwaltungsdirektorin Theater Ulm

Was hat Sie an Ihrer jetzigen Aufgabe besonders gereizt?

Die spannende Aufgabe, Kunst qualitätvoll und finanzierbar mitgestalten zu können.

 

Was sind die Vorteile für Sie, als Angestellte und nicht als Selbstständige zu arbeiten?

Diese Frage stellt sich deshalb nicht, weil das Theater Ulm eine Abteilung der Stadt Ulm ist; damit ist der Betrieb nicht in selbständiger Beschäftigung zu leiten.

 

Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen Unternehmerinnen und Angestellten?

Beide wirken entscheidend am Unternehmenserfolg mit – aber in unterschiedlichen Rollen: der/die Angestellte hat Einfluss auf den operativen Prozess, der/die Unternehmer/in trifft die unternehmerischen Entscheidungen und verantwortet diese.

 

Welchen Stellenwert nimmt das Netzwerken für Sie ein?

Netzwerke, sprich: Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat.

 

Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Das Theater langfristig in finanziell sicheren Bahnen zu halten – bei gleichbleibender Qualität und verlässlichem kundenorientiertem Service.

 

Was macht Ihren Erfolg aus?

Vor allem ist es wichtig, ein gutes Team um sich zu haben.

 

Wenn Sie für eine Zeit lang mit einer Unternehmerin tauschen könnten: Wen würden Sie sich aussuchen?

Ich hab‘ eine der schönsten Aufgaben, die man sich denken kann.... ich mag nicht tauschen...

 

Wie schalten Sie am besten ab?

Entweder in den Bergen, in der Sauna oder auch beim Schwimmen – das macht den Kopf frei.

 

Welchen Tipp möchten Sie uns Unternehmerinnen und Gründerinnen geben?

Mit offenen Augen und Ohren (sprich: mit offenem Herzen) durch den Betrieb gehen und etwaige Signale aufnehmen; klar und nachvollziehbar sein in Kommunikation und Entscheidung.

 

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Tätigkeit und das Unternehmen, in dem Sie arbeiten.

Das Theater Ulm ist ein traditionsreiches Dreisparten-Haus und zählt zu den kulturellen Mittelpunkten in der Stadt Ulm. Mit seinen mehr als 800 Plätzen im Großen Haus und rund 100 Plätzen im Podium stellt es in 10 Monaten im Jahr an rd. sechs Tagen in der Woche eine Platzkapazität bereit, wie sie sonst nur in größeren Städten zu finden ist.

Als Verwaltungsdirektorin leite ich gemeinsam mit dem Intendanten das Haus. Zu meinen Verantwortungsbereichen zählen u.a. Finanzen, Personal, Vertrieb, Vertragswesen, Organisation.